Kauf-Ratgeber

Vibrationsplatten mit Säule kosten als Profi-Version mehr als Tausend Euro, selbst die Einsteiger-Platten kosten mehrere Hundert Euro.

In diesem Ratgeber Erfahren Sie auf welche Produkteigenschaften und Unterschiede Sie vor dem Kauf einer Vibrationsplatte achten sollten.

So kann von Beginn an ein Fehlkauf vermieden werden.

1. Vibrationsplatte mit oder ohne Säule

Dies ist eine Frage die man direkt zu Beginn der Suche beantworten sollte. Man sollte sich selbst fragen, ob man ein kompaktes Standgerät mit einer Säule oder die günstigere Version – eine Vibrationsplatte ohne Säule, kaufen möchte. Dabei haben beide Varianten eigene Vor- und Nachteile.

Eine Vibrationsplatte ohne Säule (Kompaktbauweise) ist oft günstiger und kann leichter verstaut und transportiert werden. Sollte die Vibrationsplatte nicht verwendet werden, kann sie durch die Bauweise unter dem Bett oder in einem Schrank gestellt werden.

Vibrationsplatten mit Säule haben in den meisten Fällen einen leistungsstärkeren Motor. Außerdem sind sie durch das hohe Eigengewicht standfester und erlauben eine höhere Vielfalt an Übungsmöglichkeiten.

 

Unser Tipp: Für kleinere Wohnungen ist eine Vibrationsplatte ohne Säule zu Empfehlen. Diese können auch ohne viel Platzaufwand benutzt werden. Profis sollten aufgrund der Vielzahl an Übungsmöglichkeiten auf eine Vibrationsplatte mit Säule zurückgreifen.

 

 

2. Die Motorleistung der Vibrationsplatte

Der Motor ist das entscheidende Element wenn es um die Stärke der Vibrationen und deren Qualität geht. Derzeit liefert der Wechselstrom-Motor (AC) die besten Ergebnisse, dies ist kein Wunder. Die Motoren wurden schließlich für die Verwendung von Vibrationsplatten gefertigt. Neben der besseren Leistung arbeitet der Motor leise, dies freut nicht nur den Anwender, sondern auch die Nachbarn.

Für die Qualität der Vibrationen ist nicht alleine die Anzahl von Watt entscheidend, sondern in erster Linie die Ansteuerung. Um ein effektives Training mit der Vibrationsplatte zu erreichen langen Geräte mit etwa 200 Watt aus.

 

3. Die verschiedenen Vibrationsarten

Vibrationsplatten lassen sich in drei Bereiche bzw. in drei verschiedene Vibrationsarten unterteilen. Es gibt 3D-Systeme, Vertikale und Oszillierende Systeme.

Bei vertikalen Vibrationen werden die Muskelgruppen entlang des Querschnitts trainiert. Die Stimulation der transversalen Achse des Körpers trainieren nur Muskeln, die für die Bewegung um die eigene Längsachse benötigt werden. Bei Geräte mit einem vertikalem System bewegt sich die Vibrationsplatte starr von unten nach oben.

Bei Triaxiale oder 3D-Vibrationsplatten bewegt sich die Vibrationsplatte nicht nur vertikal, sondern auch horizontal. Dadurch werden auch Muskelkontraktionen für die Bewegungen ausgelöst, die in der Frontalebene und für seitliche Bewegungen eingesetzt werden. Der Trainingsergebnisse, die mit einem 3D-System erzielt werden können, sind deutlich besser als die mit einem vertikalem System.

Neben den vertikalen und 3D-Vibrationsplatten gibt es noch die sogenannten Wipp-Systeme. Sie haben diesen Namen bekommen weil sich die verursachten Vibrationen eher an ein Wippen erinnern. Die Vibrationen bei diesen Geräten sind nicht starr, sondern passen sich den Bewegungen des Nutzers an. Mit ihnen kann man einen natürlichen Trainingseffekt erzielen.

 

Das beste Trainingsergebnis lässt sich mit 3D-Systemen erzielen. Auch die oszillierende Wipp-System konnten in unserem Vibrationsplatten Test überzeugen.

 

4. Gewicht und Standfestigkeit der Vibrationsplatten

Body Cult Vibrationsplatte VIP 5500 Pro6Vibrationsplatten müssen aufgrund der starken Vibrationen während dem Training einen sicheren Stand haben. Wie man es von Waschmaschinen kennt, kann das Gerät sonst durch den Trainingsraum „wandern“.

Bei Geräte mit einem hohen Eigengewicht (Vibrationsplatten mit Säule)  kann dies nicht so leicht passieren. Man kann sagen: Je schwerer ein Gerät, desto robuster ist das Material und der Stand. Leider sind die Geräte in aller Regel auch teurer.

Vibrationsplatten mit Säule sollten über ein Eigengewicht von etwa 50 KG verfügen. Bei einigen Übungen muss das Trainingsgerät das Gewicht des Nutzers halten können. Die meisten Modelle können bis zu einem Gewicht von 150 KG belastet werden.

Vibrationsplatten in der Kompaktbauweise wiegen oft weniger als 40 KG. Sie sind damit leicht und lassen sich leichter bewegen oder verstauen. Für viele Anfänger-Übungen langt ein solches Gerät aus.

 

5. Geräuschentwicklung und Vibrationsdämpfer

POWRX - Weiche Trainingsmatte für Active Evolution1Wie bereits weiter oben erwähnt ist der Motor dafür entscheidend wie gut die Vibrationen sind. Ein AC-Wechselstrom-Motor ist aufgrund der Lautstärke ideal für die Nutzung in einer Mietwohnung. Doch nicht nur der Motor entscheidet über Geräuschentwicklung, sondern auch die Vibrationsdämpfung. Verfügen die Geräte über eine nicht ausreichende Dämpfung, wackeln im schlimmsten Fall andere Möbelstücke und es ist ein dauerhaftes Surren zu hören.

Einige Hersteller haben eigene Vibrationsdämpfungssysteme entwickelt, die die Vibrationen dämpfen sollen, z.B. die Ring-Elastomeren der Firma Skandika oder die Dual Power Suspension Technologie von POWRX.

Wenn Sie das Vibrationstraining in einer Mietwohnung mit weichem Boden durchführen, dann können Vibrationsdämpfmatten sehr hilfreich sein. Diese können auch dann eingesetzt werden, wenn man mit der Dämpfungsfunktion des Herstellers nicht zufrieden ist.

 

6. Verwendete Materialien und Schwingmetalle

Das Material beeinflusst natürlich den Preis einer Vibrationsplatte, dennoch muss man sagen das Modelle aus einem hochwertigem Material wie Fieberglas, Metall oder Stahl nicht nur eine längere Lebensdauer haben sondern auch zur Vibrationsdämpfung beitragen. Besonders die verwendeten Materialien der Schwingmetalle sind hierbei besonders wichtig. Diese sind dafür zuständig die erzeugen Vibrationen gezielt an die entsprechenden Muskelgruppen zu transportieren, bzw. zu leiten.

Bei Geräten mit einem schlechten Material werden die meisten Schwingungen nicht an den Anwender übertragen, sondern auf den Boden. Dies verschlechtert nicht nur den Trainingseffekt, sondern führt auch zu einem höheren Geräuschpegel während dem Training.

 

7. Einstellungsmöglichkeiten und Steuerung

Bei vielen Vibrationsplatten ohne Säule ist eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten. Mit dieser lässt sich das Gerät sehr einfach bedienen. Dies ist auch notwendig, denn nur so kann man einzelne Trainingsprogramme oder die Geschwindigkeit während einer Übung anpassen.

Bei Standgeräten befindet sich in der Säule häufig ein Bedienelement und ein Display. Für Übungen die man auf dem Boden durchführt ist ein zweites Display weiter unten an der Säule von großem Vorteil, um während einer Übung bequem Einstellungen vornehmen zu können.

Die Einstellungsmöglichkeiten variieren zwischen den angebotenen Vibrationsplatten. Die meisten Geräte verfügen über vorprogrammierte Trainingsprogramme, diese sind besonders für Einsteiger sehr praktisch. Bei manuellen Programmen sollte zumindest die Frequenzeinstellung (Geschwindigkeit) und die Amplitude (Schwingungsbewegung) in angemessen Schritten einstellbar sein, um den gewünschten Trainingseffekt zu bekommen.


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.